Vitalkost

Momentan essen wir gerne die Dulse-Alge zur Rohkost dazu, nur in etwas Wasser eingeweicht. Diese Rotalge stand in Irland bereits im 6. Jahrhundert auf dem Speiseplan. Seefahrer kauten sie wie Kautabak und bekamen dadurch kein Skorbut – die Dulse Alge enthält viel Vitamin C. Außerdem viele Mineralien und Spurenelemente, die Vitamine A, E und viele B-Vitamine in nennenswerten Mengen. Geschmacklich erinnert sie an Schinken (schmeckt uns Veganern aber vorzüglich).

Jetzt im Winter nutzen wir den getrockneten Bärlauch und die getrockneten Brennesseln vom Vorjahr. Den Bärlauch essen wir zum Rohkostbrot und -salat dazu. Mein Mann macht gerne Champigon-Scheiben mit Öl und Zitronensaft an und gibt eine handvoll vom getrockneten Bärlauch hinzu. Das Wildkraut schmeckt wieder fast wie frisch, nur milder. Noch 2 Monate, dann gibt es wieder frischen Bärlauch…

Die getrockneten Brennesseln mixe ich immer auf Vorrat für einige Wochen (der Rest lagert ungemixt in einem dichten Plastiktrog). Vom Brennesselpulver gebe ich 1 gehäuften TL mit “Grüner Lichtkraft“, MSM (gut für Knochen, Haut, Gelenke,…), Stevia und Osmose-Wasser in den Shaker als Grünen-Powerdrink am Morgen (manchmal auch am Nachmittag oder Abend).

Beim Frühstück bin ich dazu übergegangen, den bereits oft erwähnten Sesambrei ohne Früchte zu essen, das ist wesentlich bekömmlicher. Stattdessen schneide ich Stangensellerie hinein, dann ist der schwere Brei saftiger und leichter.

Detox und Fasten

Um nochmal das Thema Körperhygiene (siehe Dez. 22) anzusprechen: Natürlich sollten die Ausscheidungsorgane täglich mit Wasser gereinigt werden, gar keine Frage. Sauberkeit ist wichtig. Dennoch kommt Reinheit von innen (durch Ernährung und Denkweise).

Wer sich vegan und mit hohen Rohkostanteil ernährt hat meistens nicht das Bedürfnis, ständig zu duschen. Meine ehemaligen Yogateilnehmer kamen oft frisch geduscht zum Kurs und nach 1 Std. Anstrengung kam trotz Deo ein starker Körpergeruch zum Vorschein. Das sind Ausdünstungen, die wir als “Pflanzenfresser” nicht kennen.

Mundhygiene: Am Morgen nehme ich eine Fingerspitze voll Natron in den Mund und verfahre damit wie beim Ölziehen. Zusätzlich gurgle ich noch im Hals. Falls etwas Schleim vorhanden ist. verlässt dieser den Körper. Das “Natronziehen” dauert fast 10 Minuten, solange bin ich mit dem Trockenbürsten meines Körpers beschäftigt . Wer friert, dem wird durch das Bürsten ganz schnell warm. Wenn die Frau sich bürstet, wird dem Mann im Bad ebenfalls warm 😊 (bzw. heiß)…

Das Körperbürsten mache ich mittlerweile seit 6 Jahren. Es fördert die Durchblutung und Reinigung der Haut, außerdem strafft und verjüngt es. Der tägliche Aufwand lohnt sich auf jeden Fall.

Yoga und Sport

Fast 2 Jahre hatte ich dem Yoga, abgesehen von ein paar Standardübungen, den Rücken zugekehrt. Das lag daran, dass ich nicht mehr unterrichten konnte. Meine ehemaligen Teilnehmer sprangen auf den Zug der Angst auf und ließen sich bereitwillig impfen. Für mich nicht nachvollziehbar – sind wir doch göttliche, vollkommene Wesen! Ich fokussierte mich auf Muskelaufbauübungen und darin lag wohl auch die Ursache für meine Knieprobleme. Zu viel Spannung in den Faszien, die sich auf die Gelenke übertrug. Nun geht es meinem Knie dank vielerlei Dehnübungen von Tag zu Tag besser.

Durch eine befreundete Yogalehrerin und gemeinsames Praktizieren fand ich nun zurück auf meinen Yogaweg und übte über die Ferien ausgiebigst. Was für eine Wohltat für den ganzen Körper. Hierbei bemerkte ich auch, wie blockiert mein unterer Rücken gewesen war. Langes Dehnen, Strecken und Drehübungen brachten mir ein entspanntes Körpergefühl zurück.

Über die Corona-Zeit haben sich bei vielen von uns Angst, Stress, Anspannung etc. im Körper eingenistet, in Form von Blockaden und Verhärtungen. Der Körper macht zu und kapselt negative Emotionen im Gewebe ein. Durch Yoga lassen sich diese oftmals auflösen.

Selbstversorgung

Ich genieße wie jeden Winter die Gartenpause. Außer den im Dezember genannten Gemüsesorten ist momentan tote Hose im Garten.

Dafür bleibt ganz viel Zeit für innere Einkehr, Spiritualität, Lesen und Yoga. Das ist das Schöne am Winter!

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